Kategorie: Anstehend

Partnerschaftswochenende mit Marcy L’Etoile 2025

An Christi Himmelfahrt fand wie jedes Jahr das Partnerschaftswochenende mit unseren Freunden aus Marcy l‘Étoile statt. Wie üblich stets im Wechsel und dieses Jahr empfing Weissach seine französischen Gäste. Als kurz vor sechs Uhr abends, nach langer Busfahrt, die Gäste ausgestiegen waren, wurden sie vom Bürgermeister und seinem Team im Rathaus aufs herzlichste mit einem kleinen Umtrunk empfangen. Seine Begrüßungsrede schloss unser Bürgermeister Millow neben seinem ausdrücklichen Dank und Freude über die engagierte Partnerschaft mit der Einladung aller Teilnehmer in die Spritzeria, die vor dem Backhaus ihren Stand aufgebaut hatte. Für den großartigen Empfang durch die Gemeindeverwaltung soll an dieser Stelle noch einmal der Dank aller Teilnehmer zum Ausdruck gebracht werden.

Dekoration Empfang_0105
Dekoration Empfang

Am Freitag, an dem traditionell mit allen Gästen und Gastgebern ein ganztägiger Ausflug zu Zielen in unserer Heimat gemacht wird, war diesmal Ritter-Sport in Waldenbuch auf dem Programm. In wechselnden Gruppen wurde das Museum oder der umliegende Park erkundet. Höhepunkt für alle war aber der Schokoladen-Workshop, bei dem jeder zwei individuelle Tafeln Schokolade herstellen konnte. Gleichzeitig erfuhren die Teilnehmer viel über die Schokoladenherstellung und das ökologische und soziale Engagement von Ritter-Sport, was nicht nur die französischen Freunde überrascht hat.

Ritter Sport
Ritter Sport

Nach einem guten Mittagessen in einem nahegelegenen Restaurant konnten alle Teilnehmer im sehenswerten Alltagsmuseum im Waldenbucher Schloss in alten Erinnerungen schwelgen, was zu einem überaus anregenden Austausch an deutsch-französischen Geschichten führte.

Schloss Waldenbuch
Schloss Waldenbuch

Den Abend haben dann viele im Herrenhaus beim vom Förderkreis Kultur veranstalteten Konzert mit dem Trio Bluesette in ausgelassener Atmosphäre ausklingen lassen. Die Musikdarbietung vom Trio Bluesette kam bei den Gästen und Gastgebern sehr gut an.

Konzertabend mit dem Trio Bluesette
Konzertabend mit dem Trio Bluesette

Den Samstag verbrachten die Gäste und Gastgeber traditionell bei selbstgewählten Aktivitäten oder wie in diesem Jahr, bei einem Spaziergang zum Friedenswald und den Mammutbäumen im Weissacher Forst. Der Friedenswald ist eine neue Anpflanzung mit Bäumen, die der Gemeinde Weissach im Rahmen des Partnerschaftsaustausches im letzten Herbst von der Gemeinde Marcy l‘Étoile geschenkt worden waren. Marcy l’Étoile wählte Pflanzen aus, die bei ihnen heute gut gedeihen und hoffentlich unsere zukünftige Entwicklung der Klimaveränderung gut vertragen werden. Unser Vorsitzender Hermann Groß hatte den Spaziergang wie immer hervorragend organisiert und vorbereitet und konnte die Teilnehmer mit Brezeln und Getränken bewirten, was neben der Kühle des Waldes, die sommerliche Hitze erträglicher machte.

Neu angepflanzter Friedenswald
Neu angepflanzter Friedenswald

Am frühen Abend waren schließlich alle Gäste und Gastgeber, sowie der gesamte Gemeinderat, leider nur durch Herr Pröllochs vertreten, eingeladen, in der alten Strickfabrik den Festabend zu feiern, diesmal unter dem Motto „Filmmusik – vive l’amitié“ (es lebe die Freundschaft). Der Abend wurde mit einem kleinen Umtrunk eingeleitet und die Bürgermeister von Weissach und Marcy l’Étoile, Jens Millow und Loïc Commun hoben in ihren Ansprachen die Herzlichkeit und Lebendigkeit dieser deutsch-französischen Partnerschaft hervor und wie stark sie vom Engagement der Gäste und Gastgeber lebe. Beiden war wichtig dieses Symbol der Freundschaft und Verständigung weiter zu pflegen und zu vertiefen, was beide Bürgermeister durch gemeinsame, koordinierte Aktivitäten speziell im Jugend- und Schülerbereich vorantreiben wollen, wie sich auch in den Gesprächen im Laufe des Abends zeigte.

Festabend mit dem Motto Filmmusik - vive l'amitié
Festabend mit dem Motto Filmmusik – vive l’amitié

Fürs leibliche Wohl wurde mit einem vorzüglichen Buffet gesorgt und die musikalische Untermalung gestaltete ein DJ mit berühmten Filmmusiken, auf die im weiteren Verlauf des geselligen Abends auch getanzt wurde, über Standard/Latein, Disco-Fox bis hin zu Line-Dance, der in Frankreich sehr beliebte Madison, Snoppy und Macarena, so dass der Abend wie im Fluge verging.

Festabend mit dem Motto Filmmusik - vive l'amitié
Festabend mit dem Motto Filmmusik – vive l’amitié

Dîner en Blanc

Dîner en blanc
Dîner en blanc

Wenn das Partnerschaftswochenende in Weissach stattfindet, dann klingt es traditionell am Sonntagmittag mit dem Dîner en Blanc aus, zu dem jeder, in weiß gekleidet, etwas zu Essen mitbringt und sich alle an bereitgestellten Tischen, Stühlen und Bänken zusammensetzen und essen und trinken. Natürlich werden die mitgebrachten Speisen und Getränke auch gerne mit anderen geteilt, was einen immer wieder die tollsten Gerichte und Getränke entdecken lässt und zu einem intensiven Austausch über Rezept und Zubereitung der Köstlichkeiten führt.

Dîner en blanc
Dîner en blanc

Zum Abschluss verabschiedete Hermann Groß die Gäste aus Marcy l’Étoile und die Gastgeber mit einer emotionalen Rede. Damit sei an dieser Stelle erwähnt, dass mit engagierter Arbeit und regelmäßigen Austauschen mit den Freunden aus Marcy l’Étoile die Partnerschaft und der Partnerschaftsverein am Leben gehalten wird und dadurch die vielen Freundschaften zwischen den verschiedenen Gastgebern und Gästen erst ermöglicht wird. Ebenfalls gebührt allen Helferinnen und Helfer und insbesondere den Gastfamilien großer Dank, denn ohne diese Unterstützung wäre der Austausch schlicht nicht möglich und ohne Austausch und Miteinander kann keine Verständigung und keine Freundschaft entstehen.

Vor der Verabschiedung
Verabschiedung

Marcy l’Étoile als  « Ville active et sportive » ausgezeichnet

Vor kurzem wurde unsere Partnergemeinde für ihren Einsatz und ihr Engagement zugunsten des Sports und der körperlichen Aktivitäten geehrt. Im Rahmen einer feierlichen Zeremonie durfte der Bürgermeister der Gemeinde, Loïc Commun, zusammen mit dem Leiter des Jugend- und Sportdienstes Stéphane Ruiller in Rouen aus den Händen des Sportministers Gil Avérous die begehrte Auszeichnung „Ville Active et Sportive“ entgegennehmen.

Dieses für drei Jahre verliehene Label zeichnet Kommunen aus, die sich für körperliche Aktivitäten und Sport für Menschen aller Altersgruppen einsetzen und entsprechende Infrastrukturen und Aktionen schaffen. In seiner Bewerbung um das Label hob man in Marcy besonders zwei Initiativen heraus: die Entwicklung von Sportangeboten für Frauen und für Menschen mit Behinderungen.

Durch ihren Erfolg ermutigt, steht für die Gemeinde als nächste Etappe das Thema „Fahren lernen“, das heißt die Weiterentwicklung ihrer Sportpolitik im Bereich des Radfahrens, Skatens und Rollerfahrens an. Bald werden Schilder mit der Aufschrift „Ville active et sportive“ an den Haupteinfahrtsstraßen von Marcy angebracht.

Homage à Françoise Forge

wir trauern mit unserer Partnergemeinde Marcy L’Etoile und Familie Jean-Pierre Forge  um Françoise Forge, die am 15. November 2024 nach langer Krankheit verstarb.

Françoise Forge war sehr aktiv in der Partnerschaft und langjährige Sekretärin im Comité de Jumelage à Marcy L‘Etoile. Sie hat die Austausche regelmäßig begleitet. Solange es ihr möglich war, war sie Gast bei uns in Weissach. In Marcy L’Etoile nahm sie bis zuletzt im Jahr 2022 an jedem Austausch teil. Es war ihr sehr wichtig, diese partnerschaftlichen Kontakte und Freundschaften zu pflegen und zu unterstützen. Beeindruckend war, wie sie sich immer engagierte.

Wir werden sie als aufrichtige und gute Freundin in Erinnerung behalten.

Partnerschaftsverein
Weissach e. V.

nous partageons le deuil de notre commune jumelée Marcy L’Etoile et de la famille Jean-Pierre Forge pour Françoise Forge, décédée le 15 novembre 2024 des suites d’une longue maladie.

Françoise Forge était très active dans le jumelage et a été pendant de nombreuses années secrétaire du Comité de Jumelage à Marcy L’Etoile. Elle accompagnait régulièrement les échanges. Tant qu’elle le pouvait, elle était invitée chez nous à Weissach. A Marcy L’Etoile, elle a participé à chaque échange jusqu’à la dernière fois en 2022. Il était très important pour elle d’entretenir et de soutenir ces contacts et amitiés partenariales. La manière dont elle s’est toujours engagée était impressionnante.

Nous nous souviendrons d’elle comme d’une bonne amie sincère.

Neuigkeiten aus Marcy l’Etoile: Umwandlung Schloss Lacroix -Laval in Ausbildungszentrum für Köche und Lehrlinge der Gastronomie

Im Westen von Lyon, im Park von Lacroix-Laval, befindet sich ein Schloss, dessen Fundamente aus dem 12. Jahrhundert stammen. Während der Französischen Revolution wurde es geplündert, anschließend vergrößert und wieder aufgebaut. Ab 2007 konnte man in den Räumlichkeiten mehrere Jahre ein Puppenmuseum besichtigen. In Marcy l’Etoile und Lyon ist es unter dem Namen «Château de la poupée» (Schloss der Puppe) bekannt.

Einige der Teilnehmer der jährlichen Partnerschaftstreffens kennen das Schloss ebenfalls, da wir dort 2018 unser 20-jähriges Jubiläum gefeiert haben.

Dieses Schloss, das seit 2015 im Besitz von Lyon ist, wird nun in ein Ausbildungszentrum für Lehrlinge der Gastronomie geändert. Diese neue, spezialisierte und der Gastronomie gewidmete Ausbildung wird das bestehende Angebot in der Region ergänzen. Es wird ein Kompetenzzentrum für die Ausbildung von Lehrlingen in der Gastronomie.
Die Initiative ging auf eine Ausschreibung der Metropole Lyon zurück, um zu entscheiden, wie dieser Ort, bestehend aus dem Schloss, der Orangerie und den Nebengebäuden, gestaltet und genutzt soll.

„Dieses Projekt ist Teil der Kontinuität der Geschichte der Lyoner Gastronomie und ihrer Erneuerung, mit der Ausbildung zukünftiger Spitzenköche, die dieses Erbe sicherlich bewahren werden“, sagt Bruno Bernard, Präsident der Metropole Lyon.

Leiter des Projekts ist Christian Têtedoi, der einen Mietvertrag über 30 Jahre unterzeichnet hat. Die Schlüssel für die Einrichtung wurden am Montag, den 19. April 2021 an ihn übergeben. Nach einer Sanierungsphase, die am 21. April 2021 begann, ist die Eröffnung für September 2022 geplant. Ab September 2022 werden in dem 5000 Quadratmeter großen Gebäude die ersten Jugendlichen aufgenommen.

Jährlich werden zwischen 150 und 170 Lehrlinge ausgebildet

Das Ausbildungszentrum wird Schulabgänger im Alter von 15 bis 18 Jahren aufnehmen, Erwachsene, die sich in einer beruflichen Umschulung befinden, und Personen, die RSA-Empfänger sind (RSA – Revenu de solidaritéactive = Sozialhilfe System in Frankreich). Die Förderungen werden drei Mal jährlich für 50 bis 70 Schülern vergeben. Das sind etwa 150 bis 170 Schulungseintritte pro Jahr. Die kostenlose Ausbildung dauert ein bis vier Jahre, je nach Art des von dem Lehrling angestrebten Abschlusses (Berufsbefähigungszeugnis, Diplom oder Fachabitur professionell und Zusatzbefähigung in Form einer Spezialisierung in Konditorei oder Sommelier). Ein Modell, das sich sehr von dem berühmten Institut Paul Bocuse unterscheidet, mit seinem Betrieb der großen Schule und den hohen Studiengebühren.

Vom Obstgarten bis zum Teller

Die Verbindung zwischen dem Projekt und dem Park und insbesondere dem pädagogischen Garten ist ein echter Vorteil. Es wird dazu beitragen, das Naturerbe zu verbreiten, indem die Schüler lernen, mit einheimischen Pflanzenarten zu kochen, die vor dem Aussterben heimisch waren. Dadurch wird auch die Artenvielfalt erhalten, indem der Garten bepflanzt wird.

„Junge Menschen haben auch Zugang zum Obstgarten-Konservatorium des Schlosses. Das Ziel besteht darin, Samen verlorener oder veralteter Arten zu züchten, um sie an die lokalen Bauern weiterzugeben, damit sie uns beliefern können. Der Kreislauf ist kurz, vom Samen bis zum Teller“, erklärt Corentin Rémond, Direktor des CFA (CFA der Gastronomie
Professionelles Training & Coaching. Ein CFA, Centre de Formation d’Apprentis widmet sich der Gastronomie, innovative pädagogische Modalitäten in den Diensten der Jugendlichen)

Christian Têtedoie, der seine Küche revolutioniert hat, indem er umweltfreundliche Praktiken bevorzugt, wurde im Guide Michelin bei der Siegerliste 2021 mit einem grünen Stern ausgezeichnet.

Die Renovierung des Geländes ermöglicht die Einrichtung von zwei Restaurants, einem Gourmet- und Bistro-Restaurant, die abends und am Wochenende geöffnet sind, sowie einer Teestube, eines Bankettbereichs und eines Internats mit 45 Betten für Schüler, Unterrichtsräumen, zwei Küchen, einer Konditorei und einer Bäckerei.

Das Projekt wird fast zur Hälfte von der Region Auvergne- und Rhône-Alpes finanziert (5 Mio. EUR von 11,4 Mio. EUR). Der Mietvertrag ist für eine Laufzeit von 30 Jahren, mit einer Miete von 320 000 Euro unterzeichnet.

Gedenken an das Kriegsende am 8. Mai 1945

In unserer Partnergemeinde Marcy L’Etoile gedachte man am 8. Mai 2021 des Endes des zweiten Weltkrieges vor 76 Jahren. Jährlich findet eine Zeremonie zum Gedenken an den 8. Mai 1945 statt. Normalerweise nehmen sehr viele Menschen daran teil. In diesem Jahr waren wegen der Corona-Pandemie nur wenige Leute anwesend.

Die Zeremonie war voller Emotionen und der Austausch von Friedensbotschaften zwischen den Völkern bestimmte das Gedenken. Madame Blanche Boulet konnte mit ihren 102 Jahren teilnehmen. Bürgermeister Loic Commun las einen Auszug aus ihrer Autobiografie, um die Hilfsbereitschaft von Blanche Boulet im zweiten Weltkrieg zu veranschaulichen.

Dann wurde entsprechend französischer Gepflogenheit ein vom Rathaus organisiertes „kleines Glas“ der Freundschaft getrunken. Bei dieser Gelegenheit erzählte Blanche Boulet den Anwesenden vom Krieg. Sie war im Juni 1944 in der Normandie, um den verletzten Soldaten zu helfen und sie zu pflegen. Sie wünschte von ganzem Herzen, dass Frieden und Freundschaft zwischen dem deutschen und dem französischen Volk bestehen bleiben.

Es war eine schöne Veranstaltung zur deutsch-französischen Freundschaft an diesem 8. Mai in Gedenken an das Ende des zweiten Weltkrieges.

Ein Wolf über dem Square de Weissach

von Hermann Groß

In unserer Partnergemeinde Marcy l’Etoile steht seit dem Spätsommer dieses Jahres auf dem zentralen Platz, Square de Weissach, eine bemerkenswerte Skulptur.

Wolf über dem Square de Weissach

Seit fast 150 Jahren stand an derselben Stelle eine mächtige 28 m hohe Ulme, ein beliebter Mittelpunkt der Grünanlage. Leider wurde der Baum wegen der anhaltenden Trockenheit der letzten Jahre und dem damit zusammenhängenden Borkenkäfer-Befall immer kranker. Immer wieder versuchten Fachleute der Region Lyon den Baum und seine Standfestigkeit zu sichern – ohne Erfolg. Als erkannt wurde, dass der Baum gefällt werden musste, war die Trauer groß.

150 Jahre alte Ulme

Ein Gemeindemitglied wandte sich an die Gemeinderätin Chantal Dorveaux, in deren Ressort die Pflege und Gestaltung der Grünflächen von Marcy gehören, mit der Idee, an der Stelle eine Skulptur mit Bezug zur Ulme zu errichten. Mme Dorveaux hat den Kontakt zu einem Holzkünstler erstellt, der in der Region schon mehrere monumentale Holzskulpturen angefertigt hat. Sowohl der Gemeinderat als auch der neue Bürgermeister, der die Idee eines Wolfs als Motiv beigesteuert hat, waren von der Idee begeistert.

Als der Baum am 28. Juni gefällt wurde, war der Künstler Jacques Pissenem zur Stelle, um zu entscheiden, bis zu welcher Höhe der Baum gekappt werden sollte. Die natürliche Wachstumsrichtung und die Astknoten des verbleibenden Stammes waren nämlich entscheidend für die Gestaltungsmöglichkeiten des Künstlers. Da der Baum trotz seiner Höhe relativ schlank gewesen war, musste die Figur des Wolfs in einer aufrechten Haltung gestaltet werden. Herr Pissenem arbeitet immer direkt vom Baum aus, nie mit irgendwelchen vorgefertigten Zeichnungen. So war die Kenntnis der genauen Gestalt des Baumstamms entscheidend für das weitere Vorgehen.

An zwei Tagen im September hat Jacques Pissenem, ausgerüstet mit einer Baumsäge, deren Schwert 1,5 m lang war und die in ihrer Gesamtheit den Künstler überragt hat, den Baum nach und nach bearbeitet und die Figur des Wolfs herausgearbeitet. Es war eine schwierige Arbeit, da Ulmenholz sehr hart ist und der Baum einige Verwachsungen hatte.

Wolf und Wassertropfen an der Stelle der alten Ulme

In der Zwischenzeit gestaltete der Lyoner Holzkünstler Marc Avery aus dem Restholz der Ulme die Wassertropfen, die an eine Quelle erinnert, welche sich an dieser Stelle im Ort befand.

Mit dem Wolf verhält es sich so: Bis zur Trennung von der Nachbargemeinde Sainte-Consorce im Jahre 1872 hieß Marcy l’Etoile Marcy-le-Loup. In den Wäldern um Marcy herum gab es in früheren Jahrhunderten viele Wölfe. Laut einer mittelalterlichen Legende soll einmal eine von Wölfen gejagten Ziege ihre Zuflucht in der Kirche von Marcy gesucht haben und dadurch gerettet worden sein. Der Wolf ist zu einem Sinnbild für die Gemeinde geworden und befindet sich auch auf dem Wappen der Gemeinde. 

Wolf aus dem Stamm der alten Ulme

Nun hat er seinen Platz an einer zentralen Stelle im Ort!